Meine Leitlinien

Meine Orientierung an Werten wie Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Gemeinsinn, Genügsamkeit und Verantwortung setze ich in meinem beruflichen Wirken wie folgt um:

  • Die Ernte heutiger Handlungen wird oft erst Jahre oder Jahrzehnte später spürbar – die CO2-Emissionen und die globale Erwärmung sind ein bekanntes Beispiel hierfür. Daher: Ich treffe meine Entscheidungen in Anbetracht ihrer langfristigen Konsequenzen und nicht zugunsten kurzfristiger Ziele.
  • Ich möchte mit meiner Arbeit zu einer reifen, friedlichen und zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen. Deswegen akzeptiere ich nur Aufträge deren Inhalte meinen Werten nicht widersprechen (z.B. keine Waffentechnologie, auch keine „Finanzprodukte“).
  • Soweit möglich verwende und empfehle ich Open Source bzw. freie Software, um die Macht von Konzernen zu mindern (ich bin auch Fördermitglied von Lobby Control).
  • Offene Standards statt proprietäre Protokolle
    Rolltreppe

    Wieso können Sie Webseiten auf PCs (mit Windows oder Linux), auf Apple-Geräten und auf Tablets und Smartphones abrufen? Weil alle Parteien die gleiche Sprache sprechen – nämlich HTTP, das Hypertext Transfer Protokoll. Das ist ein öffentlicher Standard des W3C, an den sich alle halten.

    Auch für den Umgang mit E-Mails, Terminen und Kontakten gibt es solche Standards – doch nicht alle halten sich daran. Microsoft Outlook zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Microsoft Exchange Server, aber auch Lotus Notes mit dem Domino-Server (nun „IBM Notes“) kommunizieren mittels eigener („proprietärer“) Protokolle miteinander. Der Fairness halber muss ich erwähnen, dass die vorgenannten Systeme entwickelt wurden zu einer Zeit, als es offene Standards noch nicht oder nur unzureichend gab. Konsequenzen der Verwendung solcher Systeme sind mitunter

    • die Bindung an den Hersteller
    • teure Lizenzgebühren
    • die Ungewissheit bezüglich Datenschutz (welche „Backdoors“ mag der Hersteller eingebaut haben?)
    • Beschränkung auf die Möglichkeiten des Produkts
    • fehlende oder mangelnde Interoperabilität mit anderen Systemen.

    Aus diesen Gründen benutze und empfehle ich nur Produkte, die zur Kommunikation offene Standards einsetzen. Diese lassen sich praktisch beliebig kombinieren, je nach Anforderungen; sie sind auch meist (aber nicht zwingend) Open Source Produkte.

  • Sparsamkeit und Genügsamkeit: Ich werfe nichts weg, was noch funktioniert – alte Laptops laufen mit Linux weiter, alte PCs werden ausgeschlachtet und die Teile soweit sinnvoll weiterverwendet. Für Beratungen komme ich gerne zu Ihnen – per Rad oder öffentlicher Verkehr (ich besitze kein Auto). Wir können auch sehr gerne Energie und Wegzeit mit einem Videotelefonat sparen (Skype: timothy.reeves).
  • Ablehnung von „0 Euro“ Angeboten: Gerade im Internet finanzieren sich viele Angebote ganz oder teils über Werbung. Was auf dem ersten Blick verlockend wirkt – „kost ja nix“ – entpuppt sich bei konsequenter Betrachtung als Motor des Konsums – überall werden uns Produkte schmackhaft gemacht, die wir nicht wirklich brauchen. Doch mehr Konsum = Wachstum = Resourcenplünderung = nicht nachhaltig! Da zahle ich lieber einen fairen Preis für Dienste, die ich in Anspruch nehme – sonst zahlen wir letztenendes sogar mehr, denn die Kosten der Werbung sind in den Artikelpreisen enthalten!
  • Eigene Datenhaltung statt „irgendwo“ im Cloud. Abgesehen davon dass viele dieser Angebote auch zum Teil über Werbung finanziert werden, halte ich das Datenschutzrisiko für zu hoch. Als Alternative dazu kann die Datenhaltung im Intranet oder auf eigene Server im Internet stattfinden – bei verschlüsselter Datenübertragung. Meine sämtlichen eigenen Daten – Dateien, Termine und Kontakte – liegen auf meinem eigenen Internet-Server (das ist nötig weil ich von mindestens 5 Geräten aus darauf zugreife, teils auch von unterwegs).
  • Fairer Umgang mit Freeware und Shareware: Manche Programme sind nur für die private Nutzung frei, das Bezahlen obliegt somit dem Gewissen des Nutzers. Ich sichere z.B. mein Windows-PC mit Avira AntiVir in der Bezahlversion. Ansonsten verwende ich viele Apps und Plugins bei denen der Autor um eine Spende bittet – was ich auch gebe, in Abhängigkeit von meiner aktuellen Situation. Wenn ich bei meinen Kunden solche Software empfehle bzw. einsetze, dann leite ich die Bitte um eine Spende weiter (bzw. leiste kleinere Beträge selbst).